Statements der Beiräte
Prof. Dr. Michael Birkle
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
Warum Schwerpunkt Landwirtschaft?
„Weltweit ist die Landwirtschaft der größte Wasserverbraucher – weit vor Industrie und Haushalten. Wasserresourcen- Management ohne Einbeziehung der Landwirtschaft und der Lebensmittelerzeugung wäre damit unvollständig und auf Teilaspekte begrenzt. Die IWRM Karlsruhe mit ihrer internationalen Ausrichtung hat daher das Wassermanagement im landwirtschaftlichen Bereich als einen ihrer zentralen Punkte definiert, auch wenn dieser Themenbereich für Deutschland und damit auch für Karlsruhe nur von untergeordneter Bedeutung ist, da wir (zumindest bisher) zu den wenigen Bereichen der Erde gehören, die für die Lebensmittelerzeugung fast ideale Klimabedingungen haben. Als eine der führenden Exportnationen will und muss auch Deutschland sich den internationalen Herausforderungen einer zukünftig nachhaltigen, weltweiten Wasserwirtschaft stellen.“
Wolfgang Wegner
Siemens AG
Was kann die Industrie zum Thema IWRM beitragen?
„Um Wasserressourcen zuverlässig managen zu können, sind industrielle Standards nach internationalen Normen notwendig. Darauf basierend können relevante Daten gesammelt, archiviert und einer Auswertung zugeführt werden. Dazu bietet die Industrie bewährte Systeme aber auch neue anspruchsvolle Lösungen. Die aus diesen Auswertungen entstehenden Erkenntnisse haben Auswirkungen auf die bestehende Infrastruktur. Für diese Migrationen bietet die Industrie maßgeschneiderte intelligente Lösungen.“
Prof. Dr. Fritz H. Frimmel
Lehrstuhl für Wasserchemie der Universität Karlsruhe (TH)
Unersetzbares Wasser? Karlsruhe kennt Antworten...
„Der Umgang mit der globalen Wasserkrise ist eine der großen Herausforderungen der Menschheit. Wasserverfügbarkeit und Wasserqualität, die Bewirtschaftung von Wasserressourcen und die intelligente Wasserwiederverwendung sind die Schlüsselkomponenten einer nachhaltigen Entwicklung und damit des Überlebens. Das Verständnis des Wasserkreislaufs und die Entwicklung verantwortungsbewusster Nutzungskonzepte sind somit essentiell. Die Region Karlsruhe mit ihren forschungsstarken Hochschulen und den anwendungsorientierten Instituten und Wasserzentren, den Wasserwerken und der Kläranlage besitzt für die Diskussion der anstehenden Probleme beste Voraussetzungen. Ich freue mich, dass das überregionale Wasserfach nach Karlsruhe eingeladen wird, um seine Ergebnisse vorzustellen.“





























